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OpenAir Frauenfeld 06

Ein Bericht von www.behindertenportal.ch 

Am 23. Juni 2006 war es soweit, das Openair Frauenfeld stand vor der Tür. Wir, Antonietta Dongiovanni (eine Freundin von mir, welche ebenfalls im Rollstuhl sitzt), Walter Wicki und ich, Jasmin Rechsteiner haben uns schon länger auf dieses Openair gefreut.

Wir waren natürlich auch alle sehr gespannt darauf, wie rollstuhlgängig es sein wird. Besonders Walter Wicki ging mit gemischten Gefühlen an das Openair, denn er war der einzige von uns, welcher mit einem Handrollstuhl das Festival besuchte (einen Handrollstuhl muss man von Hand selbst angeben und Elektrorollstühle fahren eben elektrisch).

Stefan Anghern war so lieb und hat zwei Tickets für das behindertenportal organisiert, damit wir diesen Bericht für Sie schreiben dürfen. Da ich erst sehr kurzfristig von diesem Projekt erfahren habe, kaufte ich mir bereits ein Ticket. Dafür konnte Walter ein Ticket für sich und eines für die notwendige Begleitperson verwenden. Wir, das behindertenportal dankt Ihnen für die Tickets.

Antonietta und ich wollten den Schuttlebus vom Bahnhof benutzen, um an das Openair zu gelangen. Dieser war aber leider nicht rollstuhlgängig. So fuhren wir den Weg mit den Elektrorollstühlen an das Openair Frauenfeld.

Walter fuhr mit dem Auto an das Openair. Als er beim Openairgelände ankam, suchte er nach Parkplätzen für körperlich behinderte. Da er keinen gefunden hat, ist er Richtung Eingang weiterfahren. Dort stand ein Mann. Als ihn Walter nach Behindertenparkplätzen fragte, konnte dieser nicht weiterhelfen. Er schickte ihn zum Info Point. Stefan Anghern hat uns eine Ansprechperson organisiert, die wir ansprechen sollen, wenn wir ein Problem haben. Am Info Point angekommen, wurde unsere Ansprechperson (Frau Irene Greuter) gerufen. Die Mitarbeiter des Info Point waren sehr nett. Walter konnte aus dem Fahrzeug heraus die Tickets in Bändel umtauschen.

Da körperlich behinderte Menschen eventuell nicht jeden Tag die selbe Begleitperson haben, müssen die Bändel übertragbar sein. Sie erlaubte deshalb einen abgeschnittenen Bändel für die Begleitperson am Info Point gegen einen neuen umzutauschen.

Für Walter Wicki ist es wegen der Krankheit unmöglich seinen Handrollstuhl selber zu verladen, deshalb hat er ein Heck Verlad in Form eines Ladeboy an seinem Auto. Dadurch ist ein möglichst ebener und fester Untergrund zwingend (auch für andere umgebaute Autos, welche einen Rollstuhl transportieren). Walter erklärte das Frau Greuter. Auch auf dieses Problem wusste sie direkt eine Lösung und legte ihm eine VIP-Parkbewilligung in sein Auto. Sie erklärte ihm, dass er dort parken und den Eingang um ihn das Festgelände zu gelangen benutzen darf, da die Rollstuhlbühne von dort aus am nächsten liegt. Also fuhr er dorthin und parkte sein Auto direkt auf dem Teer, wo er seinen Ladeboy eben ausfahren konnte. Er fragte einen Mitarbeiter, ob ihm jemand zur Bühne helfen könnte, da er auf Grund seiner Bindegewebserkrankung (Marfan-Syndrom) sehr wenig Kraft in seinen Armen hat. Es vergingen keine fünf Minuten und bereits kamen zwei Personen, welche ihn durch den VIP-Eingang direkt zur Rollstuhlbühne brachten. Sie fragten ihn auch, wann er wieder gehen wolle, dann würden sie ihn wieder abholen.

Das Wetter am Openair war zum Glück sehr schön. Angenommen, es hätte sehr viel geregnet, hätte es für uns unmöglich werden können an dem Openair teilzunehmen. An einem Schlammopenair ist es unmöglich mit den Rollstühlen vorwärts zu kommen.

Wir sind im Gelände herumgefahren und haben uns vieles angeschaut. Dabei sind uns einige Dinge aufgefallen. Sicher, das Gelände ist sehr uneben und holperig, daran kann man aber nicht viel ändern. Super war, dass die Rollstuhlbühne gedeckt war und nicht zu weit weg von der Hauptbühne. Die Sicht auf die Hauptbühne war gut. Um mit einem Hand- oder Elektrorollstuhl auf die Rollstuhlbühne zu gelangen, war leider ohne Hilfe unmöglich gewesen. Nicht mal ein Sekuritas war dort, um nach dem Rechten zu schauen. Zum Glück waren aber alle immer sehr hilfsbereit. Darüber waren wir sehr froh. Denn wir hätten es uns nicht Leisten können ein Ticket für uns und dann noch eines für eine Begleitperson zu zahlen.

Walter Wicki bekam während dem Openair Schmerzen. Er begab sich zur Sanität und fragte dort, ob er sich etwas hinlegen könne. Es war kein Problem. Er konnte sich auf einer Liege hinlegen und sich etwas entspannen. Auch als er nach Wasser fragte, um seine Medikamente zu nehmen, wurde ihm geholfen. Nach etwa 20 Minuten wollte er wieder auf die Rollstuhlbühne und wurde dabei durch die Sanität unterstützt. Wie er sehen konnte war die Sanität gut ausgerüstet und sehr hilfsbereit.

Es war ein schönes Erlebnis und wenn das ganze Openair noch etwas rollstuhlfreundlicher wird, werden wir bestimmt wieder hingehen. Wir danken Ihnen für die Zusammenarbeit und hoffen Ihnen so ein paar Anregungen geben zu können.

 

Hier eine Positiv- / Negativliste (was uns auffiel)

GUT:

  • alle sind sehr hilfsbereit
  • Möglichkeit den aufgeschnittenen Bändel für die Begleitperson gegen einen neuen umzutauschen (da ein Rollstuhlfahrer evtl. nicht jeden Tag die selbe Begleitperson mitnehmen kann, mitnimmt)
  • Ansprechperson für Rollstuhlfahrer, Gehbehinderte (Frau Greuter) vorhanden
  • Rollstuhlbühne vorhanden
  • Rollstuhlfahrer durften beim VIP-Eingang rein, Nähe Rollstuhlbühne
  • Rollstuhlbühne ist gedeckt
  • Rollstuhlbühne steht in der Nähe der Hauptbühne, sicht gut
  • Rollstuhlgängiges WC vorhanden (weiss nicht wie viele)
  • Sanität steht in der Nähe der Rollstuhlbühne und ist gut ausgerüstet

 

VERBESSERUNGSBEDÜRFTIG:

  • Schuttlebus nicht rollstuhlgängig
  • Anzeige von Parkplätzen für Rollstuhlfahrer (diese Parkplätze sollten in der Nähe des Eingangs stehen)
  • VIP-Eingang, Nähe Rollstuhlbühne ist leider überhaupt nicht rollstuhlgängig, schwieriger als auf dem normalen Boden zu fahren
  • Rollstuhlbühne, Rampe rollstuhlgängiger
  • Bei der Rollstuhlbühne sollte ein Sekuritas stehen, der zum Rechten schaut (während den Hauptakts sahen Rollstuhlfahrer zum Teil nichts, da Fussgänger überall davor standen. Sie wippten auf der Bühne was Rollstuhlfahrern Schläge in den Rücken gibt)
  • Dass Rollstuhlwc ist für den Zeltplatz vorhanden jedoch ist es zu eng wie die Türbreite zu schmal um mit einem Rollstuhl reinzurollen.
  • Zuviel Schotter vor dem Rollstuhlwc dass man kaum reinrollen konnte.
  • WC wurde durch Nichtbehinderte benutzt. Da ein Rollstuhlfahrer auf dass WC Transferieren muss sollte dass WC sauber und hygienisch sein und nicht von Nichtbehinderten benutzt werden. (Bessere Kontrollen)

Über den Zeltplatz kann ich nicht so viel sagen. Wichtig ist, dass Gehbehinderte und Rollstuhlfahrer in der Nähe von Ihrem Zelt ein rollstuhlgängiges WC haben. Also am besten ein Platz der für Gehbehinderte reserviert ist und eben in der Nähe eines rollstuhlgängigen WC's steht.

Entweder das Openair Frauenfeld stellt Hilfsengel (Hilfspersonen) für Rollstuhlfahrer zur Verfügung oder sie lässt Begleitpersonen gratis an das Openair. Denn für ein Rollstuhlfahrer ist es alleine nicht möglich an diesem Openair teilzunehmen. Dann erledigen sich viele Sachen wie von selbst. Essen, Getränke holen, evtl. helfen an- und abzuziehen, zur Toilette zu gehen

 
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